Tibor Bogányi

Dirigent
Tibor Bogányi ist ein finnischer Dirigent mit ungarischen Wurzeln. Er gilt als das interessanteste und talentierteste Mitglied der finnischen Dirigentengeneration.
Mit 28 Jahren wurde er zum leitenden Dirigenten des Turku Philharmonic Orchestra ernannt - ein Posten, den er zwischen 2003 und 2006 innehatte. Seit 2008 ist er Musikdirektor und leitender Dirigent der Stadt Lappeenranta, Finnland. Auch das Orchester des berühmten Lappeenranta Singwettbewerbs, der alle drei Jahre veranstaltet wird, wurde 2010 von ihm dirigiert. Der junge Dirigent dirigierte schon alle großen finnischen Orchester, wie die Philharmoniker Helsinkis, das Symphonieorchester des finnischen Radios, die Tampere Philharmoniker und die Lahti Symphoniker. Er stand auch schon in Städten wie Oulu, Jyväskylä, Kuopio und Vaasa auf dem Podium. Zahlreiche Jugendorchester wurden von ihm dirigiert und drei Jahre lang war er Künstlerischer Direktor des VIVO Jugendsinfonieorchesters. Er ist weltweit bekannt und ist unter anderem mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, mit dem Orchester National du Capitole de Touluse, den Kopenhager Philharmonikern, dem mexikanischen Staatsorchester, den Macao Symphonikern, mit der Shanghai Oper und dem Sankt Petersburger National Orchester aufgetreten.
Tibor Bogányi hat ein sehr weites Repertoire von symphonischer Musik über Chorstücke bis zu Opern und Ballettstücken. Mit großem Erfolg dirigierte er Stravinskys "Le Sacre du Printemps", Bizets "Carmen" und Puccinis "Tosca". Im Herbst 2006 leitete er Mozarts "Così fan tutte" in der finnischen Nationaloper, 2009 Verdis "La Traviata", und 2010 Mozarts "Don Giovanni". Im Jahr 2005 dirigierte er eine Béla Bartok-Reihe, die alle Stücke dieses Komponisten zur Aufführung brachte — "Herzog Blaubarts Burg", "Der wunderbare Mandarin" und das "Concerto" inbegriffen. Nach dem Erhalt seines Diploms für das Violoncello, welches er bei den Professoren Jorma Panula und Lief Segerstam ablegte, lernte er an der berühmten Sibelius-Akademie dirigieren. Sein Diplomauftritt als Dirigent war die Weltpremiere von Aulis Sallinens Oper mit dem Titel "Hobbit" in der finnischen Nationaloper. Ihm wurde die Möglichkeit gegeben am Pariser Konservatorium bei Janos Fürst zu studieren und sein Talent bei Sir Colin Davis und Juri Simonov weiterzuentwickeln.
Im Jahr 1999 erreichte er den zweiten Platz beim "Jorma Panula Internationalen Dirigentenwettbewerb". Als Violoncellist gewann er 1996 den "Leó Weiner-Wettbewerb" und 1999 den "Internationalen Triowettbewerb" in Kuhmo.
Bis heute kann man ihn auf der Bühne sowohl mit dem Taktstock als auch mit seinem Violoncello erleben.
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